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Ford Softwareupdate Fiesta Mk8 (JHH) fehlgeschlagen


 
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BeitragVerfasst am: 30.01.2020 21:04    Titel: Ford Softwareupdate Fiesta Mk8 (JHH) fehlgeschlagen Antworten mit Zitat

Eine kleine Geschichte über Verbesserungen, welche keine sind.

Mitte Januar hatte ich eine Fehlmeldung in meinem Tacho welche mich aufforderte im Handbuch nachzuschlagen. Da dies so gut wie alles, oder nichts heißen kann, war ich relativ sauer mal wieder zu Ford gefahren. Der Kilometerstand und auch die Betriebsstunden deuteten darauf hin das es wieder ein verfrühter Ölwechsel sein könnte.
Aber falsch gedacht, es wurden die fehlenden Reifenluftdruck Sensoren moniert. Letzten Winter war dem Auto das scheinbar egal, bis auf den nervigen Hinweis beim Starten, dieses nun Jahr nicht.

Aber wo das Auto schon einmal bei der Ford Vertragswerkstatt stand und die Software geprüft wurde, stellte sich heraus das es scheinbar einen überarbeitet Softwareversion für meinen 1.5 l TDCI mit 85 PS gab. Diese wurde sogleich aufgespielt, und ich konnte nach einer Schaurunde durch den Verkaufsraum wieder abfahren. Grund für das Update war ein Problem der Ölverdünnung, diese sollte mit der neuen Software verbesserst, oder behoben werden.

So weit so gut, dachte ich. Aber nach ein paar Kilometer auf der Landstraße, mehr oder weniger unvermittelt, fing der Motor an zu ruckeln, ich konnte in der Momentanverbrauchsanzeige sehen wie die Werte deutlich über dem lagen was da sonst so stand und es wurde klar das der Motor gerade massiv überfettet. Mein erster Gedanke war das dies ein Partikelfilter-Freibrennvorgang sein müsste, nach fast 20.000 km kann das ja schon mal nötig werden. Da nach ein paar Kilometern alles wieder normal lief machte ich mir darüber keine weiteren Gedanken.
Etwa zwei Wochen später, ich bin gerade auf die Autobahn aufgefahren, wieder ruckeln, schon wieder freibrennen? Aber so plötzlich es auftrat war es auch schon wieder weg und das Auto verhielt sich ganz normal. Am nächsten Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, wieder auf die Autobahn und wieder kurz nach dem Auffahren, ruckeln und der Eindringliche Hinweis sofort stehen zu bleiben, im Display vor mir. Ich bin natürlich nicht stehen geblieben, habe das Fahrzeug mehr oder weniger ausrollend von der Autobahn gefahren und an meinem Arbeitsplatz, ein paar Kilometer weiter abgestellt, wo er schon wieder normal lief.
Ein Anruf später, bei meiner Fordvertragswerkstatt, stand fest das mein Fiesta in die Werkstatt geschleppt wird, um dort das Fahrzeug zu prüfen. Und so kam schon recht fix danach der Abschleppwagen, das Auto fuhr noch aus eigener Kraft auf den Anhänger und so kamen wir gemeinsam zum Autohaus. Dort angekommen wurde mir ein Mietwagen verpasst, ein Fiesta Mk8 1.1l mit 85 Sauger PS, dazu woanders mehr, und dank der Ford Mobilitätsgarantie bräuchte ich mir keine Gedanken zu machen, die nächsten 48 Stunden.

Nach zwei drei kurzen Rückmeldungen wurde klar, dass nichts kaputt war, der Abgastemperaturfühler, welcher erst in Verdacht stand, brauchte nicht ausgetauscht werden. Zu dieser Erkenntnis kam das Autohaus nach dem sich das Fordwerk selbst mit meinem Softwareproblem befasst hat, denn aus der Fehlermeldung der Onboarddiagnose wurden die Mechaniker aus der Werkstatt nicht schlau. Was nun?
Mittlerweile stand mein Neuwagen zwei Tage in der Werkstatt, ich musste den Mietwagen wieder abgeben und war fortan auf mein Klapprad und die Bahn angewiesen.
Blöd das meine anderen Autos entweder nicht angemeldet, zerlegt oder mit Motorschäden herum standen.

Aber nach dem ich mich schon fast mit der Tatsache abgefunden hatte, das ich wohl noch etwas länger mit der Bahn auf Arbeit komme werde, durfte ich mein Auto nun doch wieder abholen. Es wurde an dem Fahrzeug erstmal nichts verändert.
Nach einer ausgiebigen Probefahrt der Mechaniker, rund 40 km mit einem sehr schweren Gasfuß, durfte ich nun wieder ran, sollte mich aber zurück halten.

Scheinbar war und ist (Stand 01.20) das Softwareproblem bei den 1,5 l Dieselmotoren wohl auch bei anderen Modellen, wie Mondeo und Focus noch nicht behoben. Mit einer schonenden Fahrweise könne aber ausgeschlossen werden das kritische Betriebssituation vorkommen oder aber von der Motorsteuerung die vorliegenden Messdaten falsch interpretiert werden.
Was ist nun passiert? Was lief verkehrt.
Im Rückblick musste ich feststellen dass immer kurz nach dem ich den Motor etwas Leistung abgefordert habe das Ruckeln, also der Fehler, auftrat. Beim ersten Mal war ich einen kleine Erhebung hinauf gefahren, beim zweiten und dritten Mal jeweils das Beschleunigen auf die Autobahn. Kurz danach, wurde es im Abgasstrang heiß und die gemessen Temperaturen wurden Falsch von der Motorsteuerung interpretiert und zum Motorschutz die Einspritzung hoch geregelt um mit dem zusätzlichen Kraftstoff alles zu kühlen.

Auf meinem Heimweg, rund 35 km, lies ich das Auto bewusst entspannt rollen. Wie üblich im Windschatten hinter einem LKW, bei 93 km/h laut Tacho mit Tempomat. Und siehe da die Momentanverbräuche waren wie gewohnt um 3 Liter, der Durchschnittsverbrauch von 4,4 l, abgegeben hatte ich das Auto mit 3,7 l nach rund 300 km, bei einer Restreichweite von rund 750 km, viel langsam, nur die Restreichweite machte mir ein wenig sorgen. Denn diese viel auf den letzten 5 km von 480 km auf 430. Was ich davon halten soll weiß ich im Moment noch nicht, denn die Werte sprechen entgegen jeder Logik, auch würde das bedeuten das das Auto damit rechnet das ich den noch halbvollen Tank verdammt schnell verbrenne.

Wie geht es nun weiter?
Erst einmal darf ich wieder fahren, das ist schon mal gut und stellt für mich eine Erleichterung dar, schließlich muss ich noch ein wenig schrauben, organisieren und Räder hin und her transportieren. Vollgasfahrten soll ich meiden –das bekomme ich hin.
Fest steht das Ford hier mächtig geschlampt hat und ich nun, wie viele andere, so vermute ich, als Versuchskaninchen her halten muss. Das eine neue Software kommen muss, denn so ist das Fahrzeug ja nicht voll einsetzbar, ist unumgänglich. Wann das passiert ist aber Fraglich.
Ich hoffe das sich schnell jemand in Köln oder Frankreich mit meinem Problem befasst, ich glaube es aber eher nicht.

Eben weil der 1,5 l TDCI Motor schon einige Jahre auf dem Markt ist, hätte ich gedacht das mir solche Kinderkrankheiten erspart bleiben. Auch war mein Fiesta nicht einer von ersten, gebaut 09.18, welche mit diesem Motor gefertigt wurde. Wies es zu diesem eklatanten Fehler kommen konnte, bleibt aber weiter unklar.
Schade das es keine zuverlässigen Autos mehr gibt, denn Neuwagen mögen vielleicht nicht rosten wie alte Gebrauchte, verlassen kann man sich auf diese aber trotzdem nicht.
Ein Hoch auf Young- und Old-Timer, ohne Kinderkrankheiten?

Ich werde darüber weiter informieren, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.

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200128 Kaputt.jpg
 Beschreibung:
Nach Softwareupdaten nicht mehr Fahrfähig - kaputt.
 Dateigröße:  202.71 KB
 Angeschaut:  10 mal

200128 Kaputt.jpg


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BeitragVerfasst am: 31.01.2020 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Der FFH kann es nicht *), aber kannst du nicht die alte Softwareversion wieder einspielen?

Dazu müsste in Köln diese alte Version für deine FIN hinterlegt werden, dann kann er es auch.

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BeitragVerfasst am: 01.02.2020 10:42    Titel: Kein eigene Abhilfe möglich Antworten mit Zitat

Per, genau das habe ich meine Ford Werkstat auch gefragt: „Ist ein Wechsel auf den alten funktionierenden Softwarestand möglich“, also kann man das Updaten sozusagen rückgängig machen. Die Klare Antwort war nein, das ist nicht möglich.
Die Begründung ist recht naheliegend. Jede Software hat eine Versionsnummer, diese wird von der Motorsteuerung überprüft beim aufspielen. Und wenn diese Nummer älter ist als die aktuelle Version, lässt sich diese nicht aufspielen. Es muss also eine Software mit einer neuen Versionsnummer erstellt werden, nur diese lässt sich aufspielen.
So hat es mir einer der Werkstatt Meister begründet.

Das ich mich nun selbst an der Programmierung versuche, möchte ich an dieser Stelle mal ausschließen, dafür fehlt mir die Software, und da ich im Moment nur dieses eine fahrbare Auto habe ist mir das Risiko zu groß das ich zum Schluss wieder Fußgänger bin.
Auch besteht im Moment noch die Werksgarantie und ich glaube es währe nicht so schlau jetzt solche Experimente zu beginnen und diese Garantie aufs Spiel zu setzen.

Entspannt rollen lassen und hoffen das bald ein Anruf vom Autohaus kommt, das ist was ich im Moment machen könnte.

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BeitragVerfasst am: 03.02.2020 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

diese moderne neue Welt Brick wall

Das mit der Restreichweite würde ich mal nicht so ernst nehmen, schon gar nicht in so nem kleinen ausmaß. Bei den S-Maxen das Adlue macht manchmal gefühlt minütlich Korrekturen um 100km.

Auch das mit der Fehlerdiagnose scheint mittlerweile nicht mehr einfach zu sein. 1. steht oft nur Unfug im Fehlerspeicher (S-Max geht in Notlauf, nach Neustart geht's wieder, Fehlerspeicher sagt: alles gut grübel ) und 2. muss bei vielen Dingen nach Herstellervorschrift vorgegangen und sinnlos Zeug getauscht werden, obwohl die Fehler manchmal schon offensichtlich sind und man sich 2 Schritte sparen könnte.
Bei uns sieht man auch vermehrt wieder Audi 80 und 2er/3er Gölfe rumfahren, die haben vielleicht keine lustigen Displays, funktionieren aber und lassen sich für Summen reparieren oder Warten die auch Normalverdiener noch aufm Konto haben.

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BeitragVerfasst am: 03.02.2020 12:30    Titel: Re: Kein eigene Abhilfe möglich Antworten mit Zitat

Doc² @ 01.02.2020 10:42 hat folgendes geschrieben:
Jede Software hat eine Versionsnummer, diese wird von der Motorsteuerung überprüft beim aufspielen.

Wenn die Steuerung diese Intelligenz hätte, würde das passen, hat sie aber nicht. Die Software wird von außen aufgespielt (im GGsatz zum Sync, das sich selbst updaten kann). Aber welche Software aufgespielt werden kann, wird im großen Zentralserver bei Ford hinterlegt. Wenn sie wöllten, könnten sie eine ältere Version freigeben.
Das Gerät beim Händler fragt bei Ford an, welche Version zur FIN und zum Gerät passt, lädt diese herunter (und zwar jedesmal neu!) und prügelt die drauf, da kann sich das Steuergerät nicht wehren.
Aber mit o.a. Geschichte ist der Kunde schneller ruhig gestellt. Wie man bei dir sieht, durchaus erfolgreich.
OK, als kleiner FFH kann man sich ja auch auf den Kopf stellen und mit dem Hintern Fliegen fangen, dass interessiert in Köln niemand...

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BeitragVerfasst am: 03.02.2020 21:48    Titel: Re: Kein eigene Abhilfe möglich Antworten mit Zitat

Per @ 03.02.2020 12:30 hat folgendes geschrieben:
OK, als kleiner FFH kann man sich ja auch auf den Kopf stellen und mit dem Hintern Fliegen fangen, dass interessiert in Köln niemand...

das höre ich auch immer öfter nachdenken

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