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Grundlagen: Öl


 
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Doc²
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BeitragVerfasst am: 15.04.2012 14:00    Titel: Grundlagen: Öl Antworten mit Zitat

Speziell im Wissensbereich der Öle und Fette gibt es viele Halbwahrheiten und Klischees.
Dieser Beitrag soll ein Grundwissen vermitteln und die wichtigsten Begriffe erklären.

Motoröl, Getriebeöl und Schmierfette sind mit die wichtigsten Teile die in einem Auto vorhanden sein müssen.
Ihre Funktion ist es Reibung zu verringern, Wärme abzuleiten und auch übertragen von Kräften.

Was bedeutet die typischer Begriffe die im Zusammenhang mit Ölen verwendet werden?

Mineralöl: dieser Begriff, auch in Abarten, bedeutet so viel wie aus natürlichem Rohöl hergestellt. Da dieses Öl somit ein „Natur-Produkt“ ist kann es zu geringen Schwankungen in den Eigenschaften kommen.

synthetisch: ein Öl mit diesem Bezeichnung ist nicht aus Erdöl hergestellt sondern aus anderen künstlichen entstandenen Stoffen. Da die Zutaten für das Öl alle unter kontrollierten Bedingungen entstanden sind kommt es zu nahezu keinen Eigenschaftstoleranzen.

Teilsynthetisch: hierbei handelt es sich um eine Mischung aus synthetischen und mineralischen Ölen.

Viskosität: bedeutet Zähflüssigkeit. Als Beispiel: 1 ≈ Wasser; 10.000 ≈ Honig.

Fluidität: steht für Fliessfähigkeit. Um so geringer der Wert um so Zähflüssiger. Damit ist dies die Umkehrung der Viskosität.

Einbereichs Öl: ein Öl was nur in einem bestimmten Temperaturbereich seine versprochenen Eigenschaften aufweist.

Mehrbereichs Öl: Ein Öl welches über einen grossen Temperaturbereich seine Eigenschaften sicher stellt.

Was bedeuten die Zahlen auf einem Ölkanister?
15W-40 , 0W-30 oder 10W-40.
Dies sind typische Zahlen auf einem Gebinde welche die Eigenschaften des Öls beschreiben sollen.

Da ein Öl seine Eigenschaften bei steigender Temperatur verändert ist es notwendig das Verhalten des Öl bei zwei genormten Temperaturen zu prüfen.
Da aber auch die Anforderungen an das Öl bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen unterschiedlich sind wird das Öl auf zwei Gesichtspunkte geprüft.
Auf die dynamischen Eigenschaften, also in Hinsicht auf die Kräfte die nötig sind das Öl zu bewegen und kinematische also auf die Viskosität hin.
Mit diesen Zahlen kann man dann verschiedene Öle vergleichen.

Die erste Zahl steht dabei für das Verhalten des Öl bei 0°C, also im kalten Zustand.
Zum Beispiel beim Anlassen des Motors im Winter.
Die zweite Zahl beschreibt wie Flüssig das Öl bei Betriebstemperatur, also bei 100°C, ist.
Die Faustregel heißt also um so kleiner die Zahlen um zu dünnflüssiger ist Öl bei der entsprechenden Temperatur.

Das bedeutet nun das ein 15W-40 Öl bei 0°C Zähflüssiger ist als 10W-40 Öl. Also das 10er Öl weißt ein besseres Kaltstartverhalten auf.
Bei 100°C sind die Eigenschaften der Öle aber gleich.

Im Vergleich der Beiden Öle 0W-30 und 15W-40 bei 100°C fällt auf das das 0W-30 Öl dünnflüssiger als das 40er Öl ist. Damit fließt es einfacher und leichter im Motor und setzt im weniger Widerstand bei seinen Bewegungen entgegen.

Noch ein allgemein Verständliches Beispiel:
Fett, welches unter anderem auch als Schmiermittel verwendet wird, weißt hinsichtlich der Temperatur eine besondere Veränderung auf.
Während es bei 0°C eher zähflüssig oder fest ist wird das Fett um so mehr es erwärmt wird um so flüssiger bis es zerläuft.
Im Hinblick auf die dynamischen Eigenschaften bei 0°C ist es also auf Grund seiner zähen Eigenschaften bei dieser Temperatur als mit einer sehr hohen Zahl zu bewerten.
Bei 100°C hingegen kann es so flüssig werden das es sehr leicht davon läuft.
Entsprechend hier mit einer sehr niedrigen Zahl zu bewerten.

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stg_85
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BeitragVerfasst am: 24.01.2013 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich im Internet gefunden.
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Super Steven


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BeitragVerfasst am: 02.09.2013 19:22    Titel: Öl und die dazugehörigen Messwerte Antworten mit Zitat

Dieser Beitrag soll der Klärung folgender Fragen rund um den Ölkreislauf dienen:

Was für ein Öltemperaturmesser sollte ich verwenden?
Wo ist der beste Ort für den Öltemperatursensor?
Was bedeuten die gemessenen Temperaturen?
Brauche ich einen Ölkühler?
Wie viel Sinn macht eine Öldruckanzeige?

Ein Öltemperaturmesser ist bei den meisten Fahrzeugen ein Zusatzinstrument welches meist nicht serienmäßig vom Hersteller vorgesehen wird. Wenn man nun eine Öltemperaturanzeige nachrüsten möchte hat man die Wahl zwischen vielen verschiedenen Herstellern und unterschiedlichen Typen von Temperatursensoren.
Im allgemeinen hat sich das rein elektrische Messen als das genaueste und verlässigste herausgestellt. Hierbei wird ein elektrischer Widerstand mit der Wärme vom Ölkreislauf beaufschlagt und über die Änderung des Widerstands eine Temperatur interpretiert.
Die Installation erfolgt entsprechend einfach. Ein Sensor wird im Ölkreislauf verbaut, elektrisch meist mit zwei Kabeln am Anzeigegerät angeschlossen und dieses zeigt dann die Temperatur an am gemessenen Punkt.

Zur Frage wo der beste Punkt für eine Messung ist gibt es viele verschiedene Meinungen. Am einfachsten ist es an der Ölablassschraube.
Hierbei wird einfach die originale Ölablassschraube durch einen Sensor ersetz.
Da sich aber das aus dem Motor gerade abgetropft Öl im Ölsumpf mit dem sich dort bereits befindlichen Öl vermischt können die Temperaturen in der Ölwanne von denen im Motor stark abweichen.
Eine weitere Möglichkeit bilden Sandwichplatten die unter dem Ölfilter verschraubt werden.
Neben der Ölablassschraube eine weitere beliebte Position für einen Öltemperatur- aber auch Öldruck-Sensor.
Hier wird das Öl was gerade von der Ölpumpe durch den Ölfilter gedrückt wurde gemessen.
An dieser Messstelle bekommt man den genauesten Eindruck von der Öltemperatur welches gerade wieder in den Ölkreislauf gedrückt wird.
Weitere Möglichkeiten einen Öltemperaturfühler zu verbauen gibt es nur wenn man bereit ist seinen Ölkreislauf an einer Stelle zu öffnen.
Denkbar währen Ölkanäle im Motorblock, Zylinderkopf oder im Bereich des Öldrucksensors.

Vorausgesetzt der zusätzlich verbaute Öltemperatursensor funktioniert einwandfrei wird man je nach dem wo man ihn verbaut hat unterschiedliche Temperaturen messen.
Bei kalten Motor werden die Messwerte etwa die Umgebungstemperatur wieder geben, bei einem sich gerade aufwärmenden Motor sollte man deutlich erkennen das sich an den Temperaturen was ändert. Meist hat das Öl nach etwa 10-15 Minuten, oder 10-15km seine Betriebstemperatur erreicht bei einer im Alltagsverkehr üblichen Fahrweise.
Betriebswarmes Öl sollte um 100°C grad haben.
Ja nach Motor und Witterung können aber auch 80°C normal sein.

Wenn Öl deutlich über 120°C warm wird und dies auch auf Dauer bleibt sollte man über einen Ölkühler nachdenken. Wenn dies aber nicht Frage kommt sollte man auf jeden Fall auf ein Öl zurückgreifen was mit diesen Temperaturen fertig wird. Zum Beispiel 10W60.

Im Gegensatz zur Öltemperaturanzeige hat jedes Auto, zumindest jeder Fiesta, bereits ab Werk eine Öldruckkontrollleuchte.
Diese zeigt an ob der Mindestöldruck im Ölkreislauf vorhanden ist, oder nicht.
Wenn der Motor aus ist sollte sie deswegen leuchten.
Auf diese Kontrolllampe kann man sich in der Regel verlassen und man benötigt nicht unbedingt eine weiteres Kontrollinstrument.
Nur unter bestimmten Bedingungen, wenn das Öl zum Beispiel an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit betrieben wird und ein abreisen des Ölfilm zu befürchten ist macht eine Öldruckzusatzanzeige Sinn.
Ein Beispiel für einen solchen Fall könnte folgende Situation sein.
Um so heißer Öl wird, um so dünnflüssiger wird es.
Wenn nun das Öl in einer Lagerstelle, zum Beispiel Kurbelwellenlager, so heiß wird das es auf Grund der Dünnflüssigkeit sofort abläuft kann hier ein Trockenlaufen die folge sein.
Eine Öldruckkontrollanzeige wird dies sofort anzeigen durch einen Druckabfall.

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Caro
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BeitragVerfasst am: 29.03.2016 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es eine Liste, in der man nachsehen kann, welches Motoröl perfekt für das eigene Modell passen würde? Darüber würden sich ganz bestimmt viele Leute freuen Daumen Hoch
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BeitragVerfasst am: 29.03.2016 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Caro @ 29.03.2016 17:26 hat folgendes geschrieben:
Gibt es eine Liste, in der man nachsehen kann, welches Motoröl perfekt für das eigene Modell passen würde?

Ja, gibt es: das Handbuch des Motorherstellers.

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BeitragVerfasst am: 01.04.2016 07:20    Titel: Antworten mit Zitat

Oder der Ölwegweiser von Liqui Moly
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mfg Michael

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BeitragVerfasst am: 03.04.2016 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das perfekte Motoröl gibt es schon, aber es zu finden wird nicht ganz leicht.
Die Anforderungen an das Öl sind so vielfälltig das man immer einen Kompromiss eingehen muss.
Um aber zu wissen was man braucht sind die Basisdaten notwendig - einfach ausgedrück: was braucht der Motor und welche Betriebsbedingungen herrschen vor.

Nur wenn man das weiß lohnt es sich mit Ölexperimenten anzufangen.
Wenn diese Daten aber nicht zur Verfügung stehen und Fahrzeug und Motor nicht "besonders" beansprucht werden ist die Werksauslegung immer noch die beste Empfehlung.
Oder kurz ausgesdrückt: Das was Per sagte/schrieb.

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Caro
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BeitragVerfasst am: 29.04.2016 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Aha Daumen Hoch Dann kann ich mich also mit meinen gewöhnlichen Ansprüchen auf das Handbuch verlassen. Den Liqui Moly Wegweiser suche ich trotzdem mal. Danke euch :)
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