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Was macht ein Auto zum Lustobjekt?

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Doc²
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014 12:36    Titel: Was macht ein Auto zum Lustobjekt? Antworten mit Zitat

Folgendes Problem:
Hier ein Video von Marty und seinem Kumpel Moog, sie sind das Moderatoren Duo von „Mighty Car Mods“.
Und Marty hat sich von seinem alten kleinen Daihatsu, Names blue Turb, getrennt und sich jetzt ein VW Polo GTI gekauft. Und gleich mal den Auspuff ab Turbo neu gemacht.



Ich habe das Video mal an der Stelle verlinkt an der es Interessant wurde.
Hier spricht Marty von seinem Polo.
Frei übersetzt sagt er: Bei seinem „Euro Flitzer“ passt soweit alles.
Die Klimaanlage funktioniert bestens, die Musikanlage ist toll, die Sitze passen gut, alles funktioniert und so weiter …
Aber er hat ein Problem mit dem Auto. Er kann es nicht so recht umschreiben, aber das Wort „langweilig“ stellt es noch am besten dar, meint er.
Im Gegensatz zu seinem alten Daihatsu empfindet er für den VW nichts.
Er hat eigentlich gar keine Lust auf das Auto.
Später in der Diskussion mit Moog meinte er sogar: „… wenn er länger dieses Auto fahren müsste, er Selbstmord gefährdet werden würde“.

Was ist da los? Oder anders ausgedrückt was macht einem „Lust“ auf ein Auto?
Ein Polo GTI seiner Baureihe hat immerhin auch 150PS und 220Nm, sicherlich nicht zu wenig.
Aber scheinbar fehlt dem Wagen eben diese eine Gewisse Sache die ihn zum Lustobjekt macht.

Diese Sache fehlt aber auch bei anderen Autos, oftmals aus der VW Gruppe. So wurde mir von einem Bora Fahrer berichtet das dieses Auto nur ein reines Fortbewegungsmittel wäre und mehr nicht. Das gleiche kenne ich auch von einem Superb Fahrer und zum Teil auch von mir.
Mein Skoda zeichnet an und für sich nichts aus, außer seiner Wirtschaftlichkeit.

Aber was ist es was ein Auto zum Lustobjekt macht?
Eine Sache am Auto wie ein starker Motor, tolle Fahreigenschaften, genügend Annehmlichkeiten und Komfort.
Oder ist allein die Einstellung vom Fahrer, der von seinem Auto etwas glaubt, oder in gewisser weise sein Fahrzeug emotionalisiert, also mit Gefühlen überlädt.

Edit: Youtube Video eingebettet

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BeitragVerfasst am: 04.03.2014 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Oftmals sind es die kleinen Macken, durch die man sich mit einem Auto identifiziert. Die Fahrer von Franzosen oder Italienern können da ein Lied von singen, bei letzteren kommt aber oft noch ein sportlicher Motor dazu.
Bei meinem Sierra war es so, dass ich 1982 einen Prospekt von der Leipziger Messe erhalten habe. Dieses Auto war so anders (vom Ro 80, den ich damals noch nicht kannte, mal abgesehen) als alles andere, was bis dahin produziert wurde. Leider hat es der damalige durchschnittliche Ford-Käufer nicht zu würdigen gewusst. Andererseits färbte dieser Durchschnittskunde (der mit Hut, dem der Opel zu proletenhaft war) wieder auf den Sierra ab und nur wenige vermuten einen Cosworth oder V6 in dessen Inneren.

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Doc²
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BeitragVerfasst am: 16.03.2014 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

„Is der geil
Junge ich sach dir, da trittst du nur einmal ganz vorsichtig aufs Gas – und bäng – hast du die Schallmauer gebrochen

Dat is wie meine Olle, da kann man dieses Model fahn, oder ma jenes, mal ein sportliches oder n Oldtimer.
Kannst ja och ma n Fahrzeug ausleihen, sch… egal.
Oder vielleicht benötigt man ja auch mal einen Kleinbus. Für Ausflug oder n Umzug oder so.

Aber du brauchst ein Fahrzeug was zu dir passt. Mit Stil, eins mit Charakter.
Verstehste !?
Ein Baby, zum lieb haben, du musst es pflegen, streicheln, tanken, auch Geld rein stecken, son Baby will auch unterhalten werden.
Aber dafür bleibt es vielleicht auch bis zum ende deines Lebens bei dir.
Dein Eigentum.
…“


Mit diesem Monolog beginnt der Film Bang Boom Bang – ein todsicheres Ding.
Kalle, zeigt hier nicht nur eine interessante Haltung zum Auto im Allgemeinen sondern gibt auch noch wieder wie er sich sein Auto, besser seine Beziehung zu ihm, vorstellt.

Aber wenn ein Auto zum Lust-, oder vielleicht sogar Sucht-Objekt wird besteht eine bestimmt Abhängigkeit zwischen dem Auto und dem Fahrer. Ist das in manchen Fällen sogar Liebe?
Oder kann das Liebe sein?
Das füreinander gegenseitig da sein, und das sich auf einander Verlassen können muss dabei eine Rolle spielen.
Nur Welche? Und was ist wenn das Auto mal nicht will, mag man es dann nur um so mehr?
Per hat folgendes geschrieben:
Oftmals sind es die kleinen Macken ...


Heutzutage ist ein Trend bei den 18-30 Jährigen zu beobachten der für die Automobilindustrie eigentlich ein wichtiges Alarmsignal sein muss.
Gerade diese Altersgruppe, die vorwiegend in größeren Städten und Metropolen lebt hat nicht mehr die Emotionale Verbindung zum Auto und besitzt deswegen auch keines mehr.
Die gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmittel, Car sharing und andere Möglichkeiten sich in der Stadt zu bewegen sind manchmal nicht nur Praktischer, sondern werden von dieser Gruppe auch bevorzugt. Ist das vielleicht das Ergebnis von langweiligen Autos?

Nach gefragt bei einem Mondeo ST Fahrer (Mk3).
Wieso magst du dein Auto, was macht den Reiz für dich aus?
Das Auto fährt sich gut.
Das Serienfahrwerk, der Motor und das knackig dazu passende Getriebe, die Lenkung und auch die Fahrleistungen sind einfach toll.“

Hier erkennt man schön das der Reiz bei diesem Fahrzeug eher in der Technik liegt, und diese zu nutzen.
Auch ich sehe das so, mein Fiesta, auch wenn deutlich schwächer motorisiert und weniger perfekt als der Mondeo, strahlt für mich das selbe aus.
Wenn ich mit 130km/h über die Autobahn fahre, fühlt sich das tatsächlich schnell an, und das ist es ja auch.
Und hier vielleicht ein weiter Grund warum ein Auto als langweilig wahrgenommen werden kann, man spürt nichts mehr vom Fahren. Entkoppelt von der Umgebung durch die Landschaft schweben ist vielleicht doch nicht das Ideal.

Und wie kommt ein Auto zu seinem Namen? Ein wenig technische Frage, aber trotzdem hoch brisant, denn man vergibt nur Namen an Dinge die man wirklich schätzt.
Aber welches Auto hat heute noch einen Namen?

Hier noch ein interessanter "Zeitungsartikel":
von der Süddeutschen Zeitung

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BeitragVerfasst am: 16.03.2014 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Doc² @ 16.03.2014 11:18 hat folgendes geschrieben:
Ist das vielleicht das Ergebnis von langweiligen Autos?

nö, eher Kosten-/Nutzenrechnung bzw. Sinn oder Unsinn, siehe meine Schwester, seit sie an die Arbeit laufen konnte hat sich das Auto schon fast kaputtgestanden und wurde dann doch rechtzeitig verkauft. Wer Auto nicht wirklich als Hobby hat oder als Statussymbol etc. wird sich keins zulegen wenn er es nicht wirklich braucht.

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BeitragVerfasst am: 02.04.2014 12:50    Titel: Nur Geld? Antworten mit Zitat

Den Kostenfaktor an zuführen, oder darauf das jemand, oder Schwester im speziellen, besonders wirtschaftlich Entscheidungen fällt, ist in meinen Augen kein hinreichendes Argument, im Hinblick auf die aktuelle Mobiltelefonentwicklung.
An dieser Stelle möchte ich einfach mal behaupten, dass jemand der sich ein Smartphone der neuesten Modellgeneration leisten kann, sich auch ein Auto leisten könnte.
Und weiter möchte ich behaupten das: wer wirtschaftlich denkt und handelt kein Smartphone kaufen würde, sondern nur ein „normales Handy“.
Und so könnte man auch Fragen: „Was macht ein Smartphone, oder Phablet, interessanter als ein Auto?“

Aber vielleicht liegt es ja auch am Nutzer verhalten?
Denn was kann man den mit einem Auto alles so machen?
    - Alltagsnutzung, auf Arbeit fahren, einkaufen fahren, Oma besuchen
    - Reisen, in den Urlaub fahren
    - Sport, im Sinne von Rallye oder Trackdays
    - Musik hören
    - ein gewissen Lebensgefühl leben oder ausdrücken
    - Hobby, Umbauten, Restaurationen, sonstiges
    - von mir vergessene Beispiele
Und wenn man sich diese Anwendungsbeispiele so anschaut stellt man fest das einige nicht zwingend an ein Fahrzeug gebunden sind.
- im Alltag ist ein eigens Auto nicht immer praktischer als Bus, Bahn oder Carsharing
- in den Urlaub kann man auch fliegen
- Musik hören kann man auch zuhause, wenn man es darf
Was übrig bleibt ist sind an Auto gebundene Aktivitäten wie der Motorsport oder die Arbeit am Auto an sich.
Aber das Lebensgefühl, welches vielleicht bisher den größten Reiz ausgemacht hat, ist bei fast allen neuen Autos verloren gegangen, behaupte ich wieder.

Oder das ganze noch mal anders.
Ein Beispiel:


Was macht dieses Auto zum Objekt der Begierde?
Vielleicht:
    - die Leistung
    - das Fahrverhalten
    - das Aussehen, innen wie außen
    - die Geschichte
    - die pure Faszination an der Technik

Mehr Informationen zu dem Porsche:
Hersteller Website: singervehicledesign.com
Autotest von Chris Harris

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Zuletzt bearbeitet von Doc² am 02.04.2014 14:34, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 02.04.2014 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Anfangs war das Auto (PKW!) ein Luxusgut, nur für wenige erreichbar (und technisch hochkomplex). Durch die Massenproduktion (Danke Henry) auch für immer breitere Massen zu erwerben. Dazu kam die auch immer leichtere Bedienung und Wartung. Nach dem Krieg war (im Westen) der Punkt erreicht, wo sich (fast) jeder, der wollte, ein Auto kaufen und damit den alten Traum (siehe oben) erfüllen konnte. Aufgrund der Masse wurden jetzt aber auch die negativen Seiten langsam sichtbar.
Um bezahlbar zu werden (und zu bleiben) wurden viele Teile standardisiert, der Windkanal tat ein Übriges, um Autos immer ähnlicher werden zu lassen.
Heute sind Autos Alltagsartikel, die paar "Traumwagen" sind unerreichbar (grübel hatten wir doch schon mal...) und wer keins braucht, kauft sich keins. Gibt ja genug Alternativen und zum Angeben taugt ein rundgelutschter Windkanal-Drops auch nicht mehr. Dann lieber ein neues iPhone 5 1/3 oder so.

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BeitragVerfasst am: 03.04.2014 08:57    Titel: Antworten mit Zitat

Von meiner Kindheit an habe ich Autos "geliebt". Jede Gelegenheit hatte ich genutzt außerhalb von Geburtstag und Weihnachten an ein weiteres Fahrzeug zu kommen (Arm gebrochen, in eine Biene getreten usw. - nein - ohne Absicht!).
Siku waren meine ersten Modelle und ich kannte alle Autos (ab 1964 etwa). Später wurden es die 1:43 Corgi Toys.
Das zog sich hin bis zum ersten Auto zum selber fahren. Es war ein Renault 4 Bj. 1971. Praktisch, cool, günstig - eben toll für einen Lehrling (bei Renault, KFZ-Mechaniker). Alle sagten die Teile rosten usw., so nannte ich ihn dann Rosty, was ich mit Aufklebern an der Heckklappe auch noch unterstrichen hatte.
Ich meine man muss schon eine Grundhaltung FÜR Autos haben, jedenfalls ist es bei mir so, dann muss das Auto für mich etwas ausstrahlen, dann wird es individualisiert usw. - man wächst zusammen. Ich höre dann auch meine Musik wenn ich fahre etc.
Das alles verbindet und ich denke daher kommt dann auch die Lust auf das Auto. Mir fällt es auch eher schwer mich von einem Auto zu trennen und das nächste dann zu kaufen.
Früher wäre Ford nie eine Option gewesen, nun fahre ich seit 1996 Ford ohne Unterbrechung: Mondeo, Windstar, Focus I, Fiesta MK6, Fiesta MK7.
In meiner Lehrzeit hatte ich mal kurz einen Capri, sonst alles mögliche.
Liebe zum Auto steht schon mal fest, aber keine Sucht - eben wie in einer Beziehung die gut läuft. Mr. Green

Edit: Ohja ... und ich fahre ferngesteuerte Autos in Rennen, somit habe ich auch Competition ohne mich (oder andere) zu gefährden.

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BeitragVerfasst am: 20.12.2015 10:43    Titel: Cayman GT4 & Nordschleifen-Renner Antworten mit Zitat

Ein altes aber nach wie vor interessantes Thema.
Das ein Auto erst durch gewisse Gefühle, die man damit verbindet, eine gewisse Anziehungskraft entwickelt, scheint Festzustehen. Man denke nur an sein erstes Auto …
Und dementsprechend haben, so möchte ich behaupten, die Fahrleistung eher nichts damit zu tun.
Und um diese These zu untermauern möchte ich an dieser Stelle ein Lustobjekt Namens Porsche Cayman GT4 (Typ 981c) vorstellen.
Nein, leider bin ich dieses Auto noch nicht gefahren. Aber wahrscheinlich ist es auch besser so, denn bisher habe ich immer nur gutes über den Wagen gehört und zum Teil auch Beschreibungen die ein Suchpotential dieser Maschine bescheinigen.

Aber erstmal wieder ein paar objektive Daten:
Motor: 3.8 l, 6 Zylinder, 24 Ventile, Boxer, Saugmittelmotor mit Heckantrieb
Leistung: 283 kW (385 PS / 365 Nm) bei 7400 U/min
Drehmoment: 420 Nm von 4750 bis 6000 U/min
Verdichtung: 12.5 : 1
Getriebe / Abstufung: 6 Gang Handschaltung, 1 = 78 km/h , 2 = 133 km/h, 3 = 184 km/h, 4 = 229 km/h, 5 = 273 km/h, 6 = 320 km/h
Gewicht / Gewichtsverteilung: 1415 kg / 46 / 54 %
Beschleunigung 0-100 km/h: 4.4 Sekunden / Maximal 295 km/h
Reifen V / H: 245/35 ZR 20 / 295/30 ZR 20 Michelin Pilot Cup 2
Masse L / B / H / Radstand: 44380 / 1817 (1978) / 1266 / 2484 mm
Preis: 86t€

Natürlich sollte ein Fahrzeug mit fast 400 PS einem eine gewisse Freude bereiten, erst recht bei dem Preis. Aber warum ist dieser kleine Porsche so viel besser als seine stärkeren Brüder?
Er ist nicht der stärkste, das ist schon mal klar, hier leisten andere Porsche Motoren mehr. Er ist auch nicht der leichteste, schnellste und auf der Nordschleife hat er auch keine Rekorde gebrochen.
Woher kommen dann also die Faszination und die Begeisterung, der Fahrer und Journalisten, für dieses Fahrzeug?

Die Begründung klingt blöd, aber Gefühle ließen sich nicht rational erklären.
Er ist was besonderes, er hat eine tolle Balance und ist Handlich, klingt gut, bremst großartig, beschleunigt spektakulär, die Räder und Achsen geben viel Rückmeldung, darum macht das Lenken auch so viel Spaß, kurzum einfach toll und ein gelungenes Gesamtpaket – zusammengefasst die Aussagen der Fachpresse.
Aber zu jeder Suppe gehört auch ein Haar. Und Porsche kann natürlich nicht zulassen dass ihre Sperrspitze in Sachen Sportlichkeit, der GT3 und GT3 RS, von diesem billig Porsche überrundet werden. Kurz um haben sie ihm eine Handschaltung verpasst die dieses Fahrzeug etwas einbremst. Deswegen habe ich die Endgeschwindigkeit der einzelnen Gänge auch in den Daten vermerkt: der erste Gang ist mit fast 80 km/h vielleicht noch vertretbar – weniger Schlupf beim anfahren – aber speziell der 2. und 3. Gang sind entschieden zu lang und die höheren Gänge machen es kaum besser. Der lange 6. Gang, zum Sprit sparen auf längren Etappen, ist vielleicht noch das Beste an diesem Getriebe.

Die Tatsache dass dieses Getriebe aber keine Automatik ist stellt einen besonderen Umstand dar. Während der GT3 auch mit Handschaltung zu bekommen ist, ist es der GT3 RS nicht mehr. Eben weil der Automat schneller und damit besser ist als die konventionelle Handschaltung. Und damit ist der RS wirklich RennSport.
Und der GT4? Dieses handliche Spaßauto gewinnt durch die Tatsache dass er eben „nur“ eine Handschaltung hat soviel das es ihn „besser“ macht als einen GT3, weil die emotionale Komponente hinzukommt. Denn wie Spaßig kann es schon sein einen Knopf zu drücken, im vergleich zum Ballett auf den Pedalen mit eine gekonnten Handbewegung auf dem Mitteltunnel?

Dazu zwei Testberichte zum GT4:
Test von Motor Trend
Test von Chris Harris

Fazit: Zitat Chris Harris: “You want one of these, you realy want one of these!

Aber schnelle, oder sogar das schnellste Auto kann Fluch und Segen zu gleich sein.
Deswegen die Frage muss man immer der schnellste sein?
Es herrscht Krieg auf der Nürburgring Nordschleife.
Die verschiedenen Hersteller, also fast alle Automobilfirmen, Testen ihre sportlichsten Fahrzeuge auf dem Nürburgring und legen hier auch einen großen Teile der Einstellungen fest.
Für ein sportliches oder sogar sehr sportliches Fahrzeug mag dies vielleicht noch Sinn machen, aber was passiert wenn man mit einem kompakt Fahrzeug zum Nürburgring fährt und der schnellste sein will?

James May beim Test von einem Aston Martin Virage (2011 / TopGear S17/E02):
James freute sich vorab, denn er hielt so viel von diesem letzten großen Automobilhersteller aus seinem Heimatland, Groß Britannien. Er dachte, ein Aston Martin Virage, ein Luxuriöses Coupe, wenn auch sportlich, wird all seinen Ansprüchen genügen. Schnell, elegant, und trotzdem Komfortabel. Eben weil es nicht so aggressiv wie die sportlicheren Aston Modelle ist, aber sportlicher als der Basis DB9.
Und beim Test stellte sich raus, zu großen Enttäuschung von James – auch dieser Aston ist nur wieder eines dieser holperigen Nordschleifen Opfer, welche all ihren Komfort auf der Rundstrecke eingebüsst haben.

Zurück zum Krieg:
Renault legte vor, oder so fing es an. Wir schreiben das Jahr 2008, der Megane R26 schaffte es in kurz unter 8:17 durch die grüne Hölle. 230 PS reichten dafür. Aber mit dem neuen Model erreichte man wenig später eine Zeit kurz unter 8:08. Für die 9 Sekunden musste man aber weitere 35 PS aus dem 2 Liter Turbo hohlen, dank Ladedruck kein Problem. Und als sich zufällig ein sportlicher Kombi von Seat im Jahr 2013 auf Rennstrecke verirrte war nicht nur die Bestzeit weg, sondern auch die 8 Minuten Schallmauer geknackt. Die 280 PS, im damals neuen Leon, waren kombiniert mit einer Differentialsperre und den gleichen Reifen wie beim Renault, den Michelin Pilot Sport Cup 2.
Aber niemand hätte damit gerechnet dass Renault darauf so heftig reagiert.
Eben weil sie so lange der Fronttriebler – Rundenrekordhalter waren, konnten sie den verkappten Golf nicht einfach so stehen lassen.

Jetzt wurde aufgerüstet und der limitierte Renault Megane RS 275 Trophy R auf die Beine gestellt.
Neue Akrapovič Auspuffanlage - jetzt 275 PS, schwedische Öhlins Dämpfer, Michelin Pilot Cup 2 Reifen auf 19 Zöllern, 350 mm Bremse.
Und weg gelassen wurde was man nicht unbedingt brauchte: Klimaanlage, Radio und Lautsprecher, Rücksitzbank und die Sportsitze wurden ausgetauscht durch
leichte Halbschalensitze, Ergebnis 1280kg. So gerüstet konnte man im Juli 2014 die 7:58 noch mal unterbieten und der nun neue Bestwert stand bei 7:54.
Seat nahm die Herausforderung bisher noch nicht an, aber eine Cupra 290 Variante ist seit Ende 2015 auf dem Markt und hätte vielleicht das Potential hier noch nachzulegen.
Im Land der aufgehenden Sonne, Japan, ist man dem ganzen Treiben schon wieder einen Schritt voraus. Zwar bisher noch nicht offiziell, weil kein wirkliches Seriensetup, aber ihr Turbo Civic liegt bei ungefähr 7:51. mMan muss aber wissen das hier auch 310 PS und knapp 400 Nm am Werk waren.
Um diese Zeiten einordnen und vergleichen zu können, hier die aktuelle Bestzeiten Liste (Stand 12.15):
    8:26 Ford Focus (II) RS (2009)
    8:20 Opel Astra (J) OPC (2011)
    8:23 Renault Clio RS 220 (2015)
    8:17 Renault Megan (II) R26 (2008)
    8:15 VW Golf (VII) R (2014)
    8:08 Renault Megan (III) RS Trophy (2011)
    7:58 Seat Leon (III) ST Cupra 280 (2014)
    7:54 Renault Megane (III) RS 275 Trophy R (2014)
    7:50 Honda Civic (FC) Type R (2015)
    7:42 Porsche Cayman GT4 (Typ 981c) (2015)
So interessant wie ich diese Bestzeitjagd finde, wo soll das nur hinführen?
Wenn man sich anschaut in welche Leistungsbereiche die Hersteller mittlerweile kommen, fühle ich mich ernsthaft an die späten 60er bis frühen 70er Jahre der USA erinnert, das Zeitalter der Muscle Cars.
Die Zukunft der Rundenzeit steht fest, sie werden weiter fallen, der Krieg geht weiter. Nur wie wird er enden. Die Hochzeit einer jeden Epoche wird beendet durch ihren Niedergang . Ist das was wir hier sehen nur die Wiederholung der Geschichte, so wie wir sie bei den Muscle Cars gesehen haben? Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht und was für Autos noch kommen werden.

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BeitragVerfasst am: 21.08.2016 08:40    Titel: 1, 2 oder 3 Antworten mit Zitat

Fest steht: Spaß und Freude ist subjektiv.
Jeder empfindet die gleiche Situation anders und fühlt sie entsprechend auch anders.
Das ist das gleiche bei Autos.
Während der Camper oder Kleinbus Fahrer die größte Freude dabei empfindet über Stunden einen LKW auf der Autobahn zu folgen, ist es für einen anderen das tollste seine Reifen in wenigen Minuten zu schreddern. Jedem das seine.

Und da ich auch nicht jeden Morgen der Selbe bin, besser gesagt mich nicht immer gleich fühle, sind meine „Lieblingsautos“ auch immer mal wieder andere.
Hier nur eine kleine Auswahl:



(ohne Anspruch auf vollständigkeit und nicht in einer bestimmten Reihenfolge, Quelle Wikimedia Commons)

Aber ist es eine Option all diese Auto zu besitzen und je nach Lust, Laune und Anlass zu fahren? Klare Antwort: ja. Aber billig wird das nicht, mal abgesehen davon das hier jede Menge Zeit und Platz auch noch drauf geht. Wo hier die Grenze ist muss jeder selbst feststellen, aber im allgemeinen heißt es 17, frei nach David Freiberger. Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Platz hat der normale Autoverrückte in seinem Leben nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel, Jay Leno hat ungefähr 130 Fahrzeuge, manch anderes braucht nur ein Fahrzeug und hin und wieder bleibt sogar das stehen.

Aber was ist die perfekte Zahl, wie viele Autos sollte man haben?
Für mich steht fest, auch wenn ich im Moment drei zugelassene Fahrzeuge besitze und gerne noch ein viertes kaufen würde, zwei sind genau richtig.
Warum nur zwei, wenn es doch da draußen so viele tolle Autos gibt?

Eins für den Alltag, das keine Probleme macht, nicht alt so viel verbraucht und in dem man den Platz und die Annehmlichkeiten findet welche die Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen befriedigend erledigen.
Da aber günstige und sparsame Autos oftmals langweilig sind, ein Zweiter der dann auch hin und wieder etwas mehr Zuwendung in Form von Zeit und Geld bekommen darf. Wie der dann aussieht ist dann wieder Geschmackssache – da währen wir wieder beim Lustobjekt.
Fest steht für mich, mit zwei Fahrzeugen, war mein Leben recht einfach und es gab auch keine Ablenkungen. Denn nun wo ich schon seit längerem drei Fahrzeuge habe, also zwei zum schrauben, merke ich das ich Kompromisse machen muss. Das eine Auto bekommt jenes Teil, für das andere wende ich diese Zeit auf. Und das nervt.

Aber ich kann mich auch noch gut an die Zeit erinnern in der ich nur ein PKW hatte, meinen Fiesta. Irgendwie war das auch toll. Jeden Tag den Hobel unterm Hintern zu haben und das Fiesta Gefühl zu leben. Nicht nur hin und wieder für eine Ausfahrt, sondern jeden Tag.
Sollte es nicht immer so sein? Ja schon, aber der Winter nagt am Blech, die Straße schleift am Unterboden und wer will schon seine Einkäufe um einen Tieftonlautsprecher im Kofferraum herum drapieren? Womit wir wieder beim Zweitwagen währen. Schwierig diese Gradwanderung.

Zum Glück muss ich mir aber keine Gedanken machen wie das weiter gehen soll. Denn Besitzen und Zulassen sind in einer Welt von Wechselkennzeichen, Saisonzulassung, oder Lagerplätzen ein breites Spielfeld. Und so kann man ja das lustige Autoquartett weiter spielen und vielleicht nach ein paar Jahren den aktuellen langweiligen Alltagswagen als original erhaltenen Oldtimer aus dem Lager holen und an die Zeit denken in der man nur drei Autos hatte.

Und jetzt noch ein kleines Gedanken Spiel.
Viele von uns Lesern haben so ihr spezial Gebiet in dem man sich auskennt, oder zumindest besser bescheid weiß als manch anderer. Und wo wir schon alle im Fiesta Forum schreiben, wie sähe da der perfekte Zweitwagen, der perfekte Fiesta aus?
Welches Baujahr würde es werden.
Und so rufe ich mal auf DAS Lustobjekt, wenn man so will den „Forums Fiesta“ zu kreieren, eines kleines Spiel mit Worten und Zahlen und Baureihen.

Ich werfe mal die erste Zahl in den Raum 1,6. Gemeint ist der Hubraum des Motors.
In jeder Baureihe gab es einen, beziehungsweise wurde er weiter evolutioniert. Und ich glaube das ab dem Fiesta Mk3, wo er nicht mehr der größte Motor war, die beste Wahl ist, egal ob als 8-Ventiler oder 16-Ventiler.

Aber welche Baureihe darf es den sein?
Lieber ein kompromissloser Rennumbau, oder doch lieber mit Klimaanlage und Radio?

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BeitragVerfasst am: 21.08.2016 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Aperto, Gewichtsverteilung wie der 1.3er aber Motor schön biestig mit Drehzahl grins
Wenn der dann noch Heckantrieb hätte Daumen Hoch

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BeitragVerfasst am: 05.11.2016 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

nierenspender @ 21.08.2016 08:54 hat folgendes geschrieben:
Aperto, Gewichtsverteilung wie der 1.3er aber Motor schön biestig mit Drehzahl grins
Wenn der dann noch Heckantrieb hätte Daumen Hoch
grübel
nierenspender, ich interpretiere das mal so: unser Forums Administrator wünscht sich einen Mazda MX5.
Der klassische Roadster, seit dem die englische Automobilindustrie sie nicht mehr fertigt. Klar verständlich.

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nierenspender
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BeitragVerfasst am: 06.11.2016 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

naja, einen MX5 in den ich reinpassen würde zwinker
nene, Aperto fetzt schon Daumen Hoch

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mfg Michael

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BeitragVerfasst am: 06.11.2016 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Drehzahl, Heckantrieb? Honda S2000!
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BeitragVerfasst am: 06.11.2016 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte ich damals überlegt als der ST den Motorschaden hatte.
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BeitragVerfasst am: 10.12.2016 16:36    Titel: Ein E-Auto kann es nicht sein!? Antworten mit Zitat

Schon im letzten Beitrag zum Thema klang es durch, zwar mehr aus meiner persönlichen Wahrnehmung und meinen Vorlieben, aber klar wurde das die Nutzung, die Ansprüche und auch die Interessen entscheidend sind, wenn um das Auto geht, an welches man sein Herz verliert.

Und um den Bogen noch weiter zu spannen, möchte ich an dieser Stelle noch einen anderen Gedankengang mit einfügen – Wir könnten alle schon Elektroautos fahren ...

Kann ein Elektrofahrzeug zum Lieblingsauto werden?
Vor ab müsste man vielleicht noch einen Blick auf den Fahrer werfen:
Wie muss man gestrickt sein um ein Spaßauto haben zu wollen, fahren zu wollen, oder noch mal anders ausgedrückt: „Wer kann Spaß und Freude am Autofahren entwickeln?“
Nicht jeder von uns ist Jackson Pollock, auch wenn ich oder jeder andere versuchen würde seine Kunst zu imitieren bleibt es im besten Falle eine Kopie und das Kopieren selbst währe nicht die Kunst. Und so ist auch nicht jeder von uns ein Autonarr und verrückt nach seinem Gefährt. Also bräuchte der Fahrer als Grundvoraussetzung ein gewisses Interesse am Fahren. Ein Interesse welches über den drang sich fortzubewegen hinaus geht.
Ich denke es sollte klar sein das jemand der Autofahren als lästig empfindet, wohl auch nie die Freude am Fahren nachvollziehen kann.

Wenn man so ein Typ ist, kann man sich dann für ein Elektrofahrzeug begeistern?
Eine Emotion, wie Freude, wird immer durch Stimulation der Sinne hervorgerufen.
Und so wird es zu einem wahrhaftig Sinnlichen Erlebnis, mit jedem Gefühl.
Per hat folgendes geschrieben:
… fehlen zwei wesentliche Merkmale ... "Duft" und (vor allem) der Sound! ...
Und damit würde was fehlen, oder doch nicht?
Man sitzt in seinem Prius und freut sich über die unglaublich geringen Verbrauch, man summt mit seinem I3 über die Straßen und genießt die Ruhe. Man betrachtet die Motivationssysteme, welche Anschaulich die Effizienz des Fahrens bildlich darstellen, mit grünen Blättchen und geringen Ausschlägen bei den Verbrauchsmessern und freut sich über den eigenen verzicht.
Sicherlich kann das für manchen schon Freude genug sein und die E-Auto-Verrückten beweisen das eindrucksvoll, aber man spürt nicht wirklich etwas. Die Genugtuung ist eine reine Kopfsache, nicht etwas was mit einem geschieht.

Schon die Einführung der stufenlosen Getriebe zeigt das diese Systeme, egal wie ausgefeilt, durch das immer gleiche summen des Motors eintönig nerven.
An dieser Stelle ein schöner Vergleichstest von einem Subaru Impreza WRX der aktuellen Generation (Stand 12.16) mit Handschaltung und Subarus Automatikgetriebe Lineartronic:



Und so summt man bis 120 km/h, da fehlt was, und dabei ist es nur die typische Geräuschkulisse.
Das charakteristische hochdrehen durch das gesamte Drehzahlband, welches bei jedem Schaltgetriebe normal ist, verleiht dem Beschleunigen, durch die unterschiedlichen Geräusche, Klänge und Vibrationen im Fahrzeug, einen ganz besondern Scharm und macht es zu etwas besonderem. Wenn dazu noch eine Handschaltung kommt, also mit einem Schalthebel den man selbst von Gang zu Gang durch die Schaltgassen führt, wird das Erlebnis komplett.
Man hört, sieht und spürt, nicht nur durch die Hand an der Schaltung, die Maschine und Technik arbeiten und so wird das Fahren zu etwas echtem und waren. Etwas was wir mit allen Sinnen war nehmen und überall im Körper spüren können

Ein Stromer kann das so nicht leisten, auch wenn seine Beschleunigung sehr vehement sein kann, hier fehlen ein paar Eindrücke.
Wenn man jetzt noch weiter ausholen wollte. So könnte man Doppelkupplungsgetriebe, Wandlerautomaten, klanglich gedrosselte Turbomotoren mit nur einem kurzen Drehzahlband und Motoren allgemein mit einer zu flachen Drehmomentkurve als faktisch untauglich bezeichnen, eben weil sie nicht das im Menschen auslösen was sie zu etwas besonderen machen würden.

Ganz so ist es aber dann doch nicht.
Trotzdem steht jetzt schon fest, das wirklich interessante Fahrzeuge auch in Zukunft drei Pedale haben müssen, sowie einen Saugmotor.
Aktuell das gelungenste Bespiel: der Porsche 911 R

Dieses im Hinterkopf macht klar das es zwei extreme in der Fahrzeug Auslegung, Beziehungsweise Ziele, gibt. Will man sich schlichtweg nur von A nach B bewegen oder darüber hinaus das „nach“ zum Ziel der Bewegung machen.
Das wohl beste Beispiel für „von A nach B“ sind Flugzeuge. Man quetscht sich mit duzenden anderen in eine enge Aluröhre und kommt so innerhalb kürzester Zeit um den halben Erdball. Man nimmt für die schnelle Beförderung in kauf, das man in unbequemen Stellungen Stunden lang mit fremden Menschen dicht an dicht gedrängt verharrt. So gesehen muss das Ziel schon echt was besonderes sein um diese Strapaze auf sich zu nehmen.
Aber so lang wir uns nicht selbst per E-Mail verschicken können, ist das wohl das Maximum an Schlichtheit der Fortbewegung.
Und die Unnötigkeit eines zweit-, oder gar dritt- Wagens liegt auf der Hand, erst recht wenn man für dieses spezielle Fahrzeug eigentlich keine Anwendung hat. Also muss die Befriedigung welches dieses Spaßfahrzeug bringt, für alle Investitionen entschädigen.
Quasi in Lächeln pro Kilometer.

An der Stelle möchte ich behaupten das ein Elektrofahrzeug dies nicht leisten kann. Weder jetzt, noch in absehbarer Zukunft. Viele werden dieses Beförderungsmittel sicherlich nutzen und zu schätzen lernen, aber ich denke niemand wird dies als toll empfinden, sondern als notwendiges übel der Fortbewegung in kauf nehmen.
Hingegen werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren extremer und fokussierter ausfallen als Heute, eben für diesen einen Zweck zugeschnitten – um Spaß und Freude zu vermitteln.
So meine Behauptung Ende 2016. Die Zukunft wird zeigen wie es weiter geht.

Ein Blick auf das aktuelle Fahrzeugangebot zeigt in welche Richtung es geht.
Wenn die Verfügbarkeit an Saugmotoren die Einheit vom Fahrspaß ist, dann wird klar warum ein neuer VW Golf als Spaßauto so unbeliebt ist. Und warum er in Zukunft noch weniger Geschätzt werden wird als Heute. Zwar gibt es ihn mit bis zu sicherlich spaßigen 2.0 l Hubraum, aber nur als Turbo. Den Focus bekommt man noch als drehfreudigen und spontanen Sauger.
Aber schon die neue Fiesta Generation, Mk8 ab Mitte 2017, macht klar das Saugmotoren nun auch bei Ford gerade noch für die Mindestmotorisierung ausreichen. Und in Zukunft wird man wohl auch hier komplett auf sie verzichten.

Aktuelle Saugmotor-Fahrzeuge:
Honda Civic (9.) mit 1.4 l (99 PS) und 1.8 l (142 PS)
Lotus Elise (S3) mit 1.6 l (136 PS)
Renault Clio (IV) mit 1.2 l (65/73 PS)
Peugeot 208 mit 1.0 l (68 PS) und 1.2 l (72/82 PS)
Dacia Logan (2.) mit 1.2 l (75 PS)
Ford Fiesta (Mk7) von 1.0 bis 1.4 l (65 bis 92 PS)
Skoda Fabia (III) mit 1.0 l (60/75 PS)
Opel Corsa (E) mit 1.2 l (70PS) und 1.4 l (90 PS)
Mitsubishi Space Star mit 1.0 l (71 PS) und 1.2 l (80 PS)
Toyota GT68 / Subaru BRZ mit 2.0 l (200 PS)
Opel Astra (K) mit 1.4l (100 PS)
Subaru Impreza (5.) mit 1.6 l (114 PS) und 2.0 l (150 PS)
Toyota Auris (2.) mit 1.33 l (99 PS)
Ford Mustang (VI) mit 5.0 l (421 PS)
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

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