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Doc²
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BeitragVerfasst am: 16.12.2018 18:13    Titel: 2000 km und 14 Tage mit dem Fiesta Mk8 Antworten mit Zitat

Man kauft ein neues Auto und kann es sofort nutzen – es funktioniert ohne das man was dran machen musste. Nicht schlecht, so dachte ich mir, nach dieser Erkenntnis.

Dieser Beitrag ist eine sehr subjektive Einschätzung meinerseits vom Fiesta Mk8.
Getestet wurde ein Fiesta Baujahr September 2018 mit 1.5l Diesel Motor und 5 Türen.
Hier ein paar Technischendaten:

Hubraum: 1,499 l
Zylinder: 4 Stk.
Leistung: 63 kW / 85 PS / 160 Nm bei 3750 U/min
Drehmoment: 215 Nm ab 1750 bis 2500 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Beschleunigung: 12,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Länge, Breite / mit Spiegeln, Höhe: 4040, 1735 / 1941, 1476 mm
Gewicht: 1186 kg (laut Ford)
Kofferraum Volumen: 269 bis 1093 Liter

So viel zu den Zahlen.
Man könnte diese jetzt schon in einigen Formeln einsetzen, vergleichen in Tabellen und Kurven zeichnen, aber letztendlich bringt einem das auf der Straße auch nur begrenzt voran.
Drum starten wir erst einmal den Motor und hören was da dieselt.
Man hört das es ein Diesel ist, trotz allem, aber man hat sich in Köln viel Mühe gegeben und wirklich versucht das Fahrzeug zu dämmen.
Insofern kann man mit dem erreichten zufrieden sein, denn das unter der gedämmten Motorhaube ein 4 Zylinder Diesel arbeitet nimmt man nicht sofort störend war.

Das von mir gefahrene Fahrzeug wurde ohne Start/Stop-System ausgeliefert, insofern kann ich nichts dazu sagen. Wohl aber zum Lichtassistenten, dem Spurhaltesystem, der Einparkhilfe und zum Tempomat.
All diese Systeme, die den Fahrer unterstützen, helfen und alles ein wenig sicherer machen sollen, funktionieren soweit recht gut. Nur so wie es in der Schule auch verschiedenen Noten gibt so könnte man auch die Funktionen bewerten, denn Bestanden ist nicht gleich gut, oder gar sehr gut.
Der Tempomat, welcher im Gegensatz zum Geschwindigkeitsbegrenzer Aufpreispflichtig ist, funktioniert gut, bislang gab es noch keinen Moment in dem er nicht zuverlässig die Geschwindigkeit gehalten hätte. Nur die Bedienung hat mir bei der ersten Anwendung ein paar Rätsel auf gegeben. Aber wenn man einmal das zusammen Spiel zwischen +, -, Res, Set und Can verstanden hat, kann man kaum mehr die Finger von diesen Tasten lassen. Nicht nur lange Autobahnetappen werden damit viel entspannter, auch im Stadtverkehr kann man ihn anwenden. Hier funktioniert der „Limiter“ aber noch einmal besser. Denn im hektischen Gedränge der Spuren und Ampeln kann es auch dem Besten passieren über das Ziel hinaus zu schießen, hier hilft der Limiter die Geschwindigkeit zu halten. Dabei greift dieses System nicht erst bei der eingestellten Geschwindigkeit ein, sondern schon eher und verringert die Beschleunigung allmählich, also nicht abrupt.
Dabei kann man sogar noch sparen, denn einmal bei der eingestellten Geschwindigkeit angekommen, rollte der Wagen ruhig vor sich ohne unnötige Minisprints.

Der Spurhalte-Assistent analysiert über eine Kamera in der Frontscheibe den Fahrweg und greift, je nach Einstellung auch in die Lenkung ein. So könnte man auch freihändig fahren, das wird aber auch überwacht und nach ein paar Sekunden muss wieder ein Lenkimpuls vom Fahrer kommen, sonst schaltet das System ab und man kommt von der Fahrbahn ab.
Hervorheben kann man aber wie zuverlässig das System arbeitet, auch abbiegende Spuren und Kurven werden erkannt und man merkt hier besonders schnell wie man unbewusst aus der Mitte der Fahrbahn pendelt und die Hilfe eingreift. Regen, Schnee, Gegenlicht, sogar verschmutze Markierungen machen der Kamera nichts aus. Nur muss man beachten das erst ab etwa 60 km/h die Unterstützung zur Verfügung steht.

Man legt den Rückwärtsgang ein, stellt beim Rundumblick sicher das auch wirklich alles frei ist und rollt mit Blick in die Spiegel los. Das bei neueren Autos das nicht mehr ganz so einfach ist leuchtet ein, denn die Fensterflächen werden immer kleiner und darunter leidet nicht nur die Rundumsicht. Da hilft es sehr wenn man ein optisches und akustisches Warnsystem hat welchen einem hier unterstützt. Die Einstellung der Warntöne und auch deren Lautstärke sind gut, nur die Anzeige in meinem kleinen Radio hätte größer ausfallen können. Die Display Flache wurde nicht vollständig und auch nicht wirklich schlau genutzt.

Nun zu den technischen Unterstützern die zwar gut gemeint sind, aber mich zumindest nerven. Schön das es einen Lichtautomatik gibt, aber warum wird man gedrängt, nahezu gezwungen diesen zu nutzen?
So steht der Lichtschalter schon beim Einsteigen auf „auto“. Schaltet man diesen um und startet den Motor steht die Einstellung schon wieder auf „auto“. Lässt man diese Einstellung auf „auto“ fährt man praktisch immer mit Abblendlicht, nur bei strahlendem Sonnenschein wird das Tagfahrlicht gesetzt. Und so stelle ich praktisch ständig am Lichtschalter herum, drehe und regle nach. Man könnte auch auf die Steuerung vertrauen, aber das währe für dem Gegenverkehr unfair. Denn in Momenten wo ich selbst vom Fernlicht schon um geschalten hätte auf Abblendlicht, hält die Automatik noch immer voll drauf.
Insofern ist dieses System mehr oder weniger nervig und unzuverlässig.

Aber im Hintergrund gibt es noch mehr Sensoren und Überwachung allerlei Teile, welche man so gar nicht erst mitbekommt. Und ich denke auch nicht mitbekommen sollte.
Wenn man es doch tut, wird um so klarer das hier falsch oder unsinnig Programmiert wurde.
Das jedes Mal aufs neue gefragt wird ob man die Rückfahrsensoren abschalten will, wenn man den Rückwärtsgang einlegt, könnte auf den bei mir fehlenden Taster zurück zu führen sein. Aber warum lässt sich diese Warnung nicht dauerhaft abschalten?
Bestimmt macht es für den einen oder anderen auch Sinn eine Anzeige zu bekommen ob alle Passagiere angeschnallt sind. Für mich aber nicht. Da ich fast immer alleine fahre und sehr wohl selbst in der Lage bin zu überprüfen ob ich mich angeschnallt habe, kann ich nicht nachvollziehen das neben der Anzeige im Drehzahlmesser auch immer noch ein Dialogfeld vom Bordcomputer sich aufdrängen muss, mit einer Kontrollanzeige welche Gurtschlösser eingesteckt sind. Das diese Anzeige dabei sogar noch so dumm ist und nicht überprüft ob dieser Platz überhaupt besetzt ist macht deutlich das dieses System nicht intelligent angewendet wird. Da man das Dialogfeld im Bordcomputer jedes Mal bestätigen muss, nervt dies umso mehr.

Diese Liste an technisch digitalen Firlefanz könnte man fortsetzen mit der Reifenluftdruckkontrolle, der Spiegelheizung, der Steuerung und Ansicht vorm Spurverlassenswarner, dem unnötig komplizierten Radio, der Heizungs-Lüftungssteuerung und der Airbagabschaltung. Sicherlich habe ich auch hier noch etwas vergessen.

Neben den Tasten und Knöpfen soll dieses Gefährt aber vor allem fahren.
Und das kann es auch ganz gut.
Das liegt zum einen am Antriebsstrang, zum anderen am Fahrwerk mit der Lenkung und Bremse.

Der kleine Diesel Motor, übrigens sind die beiden 1,5 Liter Dieselmotoren die einzigen verfügbaren vier Zylinder Motoren in der achten Fiesta Baureihe, hat je nach Auslegung entweder 85 oder 120 PS. Sowohl der „kleine“ als auch der „große“ reichen völlig aus um voran zu kommen. Die 175 km/h Höchstgeschwindigkeit sind dabei mehr als ausreichend und werden auch zügig erreicht. Das die kleinen 1,0 Liter Benziner hier auch mithalten können, die 85 PS dabei sogar locker stehen lassen, zeigt wie sportlich diese Ausfallen. Wer aber der Meinung sein sollte das die 12,5 Sekunden für den Standartsprint zu langsam im Alltag sein könnten, muss wohl zum stärken Motor greifen.
Für mich waren die Verbrauchswerte wichtig. Sogar so wichtig das ich bewusst Wert darauf lege sparsam zu fahren. Das Ergebnis kann sich bis jetzt sehen lassen. Zwar kann ich die Werksangabe von 3,3 Liter Diesel auf 100 km noch nicht bestätigen, aber mit den zurzeit um 3,8 L bin ich davon nicht alt zu weit entfernt.
Der Umstieg von den einem konventionellen Benziner auf den Diesel ist mir dabei nicht wirklich schwer gefallen. Hier wurde an jedem Detail gearbeitet um die Fahrleistungen und das Benehmen des Dieselmotors so anzupassen das man, wenn man ihn nicht hört, nur schwer sagen kann was da das Auto antreibt. Es scheint mir so das ein sehr leichtes zwei Massenschwungrad zum Einsatz gekommen ist. Das rasche Hochdrehen des Motors fällt sofort auf. So manch ein Benziner ist deutlich träger. Das Einsetzen des Turboladers und dessen Charakteristik ist kaum wahrnehmbar. Ein Turboloch ist auch beim heraus drehen aus niedrigen Drehzahlen kaum zu spüren. Über 1500 U/min, also noch vor erreichen des maximalen Drehmomentes, könnte man schon schalten, da bereits die hier zur Verfügung stehende Kraft ausreicht. Das die Maximale Leistung bei 3750 U/min erreicht wird, lässt das hochschnellen vom Drehzahlmesser nicht verebben. Erst bei 5000 U/min wird abgeregelt. Jetzt könnte man meinen das der Drehzahlbereich ab 4000 U/min zu wenig Kraft zur Verfügung stellt um diesen vernünftig zu nutzen. Das stimmt aber so nicht, denn hier liegen immer noch über 150 Nm an, mehr als die 100 PS Benzinvariant hat und nur kurz unter dem was die 125 und 140 Benzin-PSer ins Getriebe stemmen.

Das Getriebe ist ohne hin ein interessantes Teil. 6 Gänge mit einer breiten Abstufung.
Sowohl sparsames und schaltfaules Gleiten und Rollen ist damit möglich, aber auch einen schnellen Zwischensprint kann man damit meistern. Das man in 30 km/h-Zonen im dritten bleiben kann zeigt wie kurz das Getriebe ist, das man aber im 6. auf der Landstraße immer noch weit unter 2000 U/min fährt zeigt wie Lang es gleichzeitig sein kann.
Die Schaltwege könnten zwar kürzer ausfallen, aber dafür gibt es keinen Grund, denn die Schaltung ist genau und präzise und wenn man sich an den weit außen liegenden Rückwärtsgang gewöhnt hat, gelingt auch das Rangieren leicht und einfach.

Ford baut schon seit längerem hoch gelobte Fahrwerke. Der Fiesta Mk8 bildet dabei keine Ausnahme. Beim hineinfühlen in das Fahrwerk muss man auch immer beachten was für Räder montiert sind. In meinem Fall 195er auf 15“ Felgen, beziehungsweise die Standart Werksausstattung. Meine Erwartungen gingen dahin das ich glaubte mit diesen hohen Reifen ein weiches, schon fast schwammiges Fahrgefühl, vor allem in Kurven, zu erfüllen. Aber nach den fast 2000 km ist mein Eindruck ein anderer. Ich weiß zwar nicht genau welche Techniken und Kunstgriffe bei der Entwicklung der Dämpfer zur Anwendung kamen, rund um muss ich aber sagen das dies gut gelungen ist. Die Federn hätten aber auch anders gewickelt werden können. Hier spürt man sehr wohl das diese nur eine Kennlinie haben. Mit einem progressiv gewickelten Federn könnte man hier mehr Komfort anbieten, ohne an Fahrsicherheit und Sportlichkeit zu verlieren. Rund um muss ich aber sagen das die Dämpfer sehr gut zum Fahrzeug passen sowie die Federabstimmung der Achsen zueinander.

Bei der Lenkung wurde aber eine mir bislang unbekannte Technik angewandt. Und zwar scheinen die Lenkeinschlagsbegrenzer als Elastomer ausgeführt zu sein. Man dreht am Lenkrad, erwartet nach rund 1,5 Umdrehungen ein hartes Ende und dreht in den „Matsch“ hinein. Das die Räder nicht schleifen und auch sonst nichts im Weg ist habe ich kontrolliert, dieses Verhalten scheint Serie zu sein. Davon abgesehen ist die Lenkung weder besonders sportlich noch mitteilsam. Aber man hat steht’s ein Gefühl wo es hingeht und man kommt damit unspektakulär einfach zurecht.

Die Bremse hingegen ist schon etwas knackiger. Das Pedalgefühl und auch die Verzögerungsleistung ist gut und bedarf keiner Verbesserung. ABS-Bremsungen sowie die anderen Regelsysteme welche Bremsbasierend sind habe ich bislang noch nicht ausprobiert.
Auf der Vorderachse liegt die Mindestbereifung bei 14“ Zoll, hier wird eine 253 mm große Bremsscheibe verbaut sein. Auf der Hinterachse sind lackierte Trommeln mit einem Gesamtdurchmesser von 278 mm verbaut.

Da aber ein großes Augenmerk auf Sparsamkeit gelegt wird sollte man statt zu Bremsen das Auto lieber rollen, noch besser ausrollen lassen. Also im Gang, oder aber im Leerlauf schon ein paar Hundert Meter auf diese weise langsam die Geschwindigkeit verringern. Damit spart man Kraftstoff und wird jedes Mal auf neue staunen wie weit man mit diesem Auto rollen kann. Auf meinen mir bekannten alltäglichen Routen hatten ich mir „Punkte“ gesetzt an welchem ich vom Gas gehe um mit der passenden Geschwindigkeit am Ortseingangsschild anzukommen. Diese muss ich nun alle neu setzen. Die Aerodynamik vom Fahrzeug ist hervorragend, auch der Rollwiderstand der Reifen wurde darauf hin abgestimmt. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.
Trotzdem kann man über das Design streiten, denn abgesehen von der Sparsamkeit muss das Auto einem auch gefallen. Und genau das ist recht schwierig. Manch ein Fahrer wünscht sich ein eher auffälliges Äußeres, der nächste dezenten Luxus und für besonders Kostenbewusste Käufer kommt es vor allem darauf an ein schickes Auto zu haben ohne dafür tiefer in Tasche greifen müssen. Ford bietet hier für jeden etwas.
Als gelungene Basis, ohne großes Spoilerwerk und unnötigen Schnick Schnack, Siehe Bild im Anhang, hat Ford das Kleid des Fiesta 2018 komplett überarbeitet und stellt somit ein frisches Auto auf die Straße was sich nicht nur zum aktuellen Markengesicht passt, sondern auch im Straßengeschehen auffällig unauffällig ist. Trotzdem und das nicht nur wegen dem optionalen Tagfahrlicht-Leuchtband, kann man den Fiesta jeden Tag entdecken.
Die ST-Line und ST Fiesta stechen hier natürlich mehr heraus. Ein komplett umgestalteter Frontstoßfänger, Schweller und ein angedeuteter Heckdiffusor unterscheiden ihn zu seinen normalen Geschwistern. Aber wem Normal oder Sportlich nicht passt, der kann auch noch zum Vignale greifen. Dieser hat einen anderen Stoßfänger und zeigt sich so in einem wieder anderen Anblick.
Egal in welcher Ausstattung oder Modelllinie, ob als Dreitürer oder Fünftürer, der Fiesta ist mit seinem erwachsenen Äußeren weit mehr als nur ein Kleinwagen.
Mit der Höhe von fast 1,5 m hat er den alten Ford Fusion fast ein. Dem Trend des immer größer, also länger, breiter und höher kann sich auch dieser Kleinwagen nicht entgegen stemmen. Gegenüber dem 2002er Mk6 hat der Mk8 über 10 cm an Länge und Höhe zugelegt. Ist dabei aber auf dem gleichen Niveau wie die Konkurrenz.

Die Größe im Äußeren nimmt man auch im Innerraum war. Die Flache Frontscheibe gibt ein weites Armaturenbrett frei, die Breite spürt man auch beim Abstand zum Beifahrer, welche mehr als Ausreichend bemessen ist und mit der Kopffreiheit hat man auch keine Probleme.
Das man in einem Kleinwagen sitzt spürt man als großer gewachsener Mensch erst wenn man versucht hinter sich einzusteigen oder etwas größeres versucht im Kofferraum zu verstauen.
Mit den angegebenen 269 oder 292 Liter Kofferraumvolumen ist der Kofferraum zwar größer als bei den Kleinwagen welche ich bislang gefahren bin, aber wieder einmal schlechter nutzbar. Die Einkaufskiste welche mit Luft längs in meinem Kofferraum gepasst hat, bekomme ich hier nur noch quer hinein. Die zusätzliche Tiefe des Kofferraums ist für mich kaum nutzbar. Da sich die Rücksitzbank zwar 2/3 zu 1/3 umklappen lässt, aber nicht in der Neigung variierend einstellbar ist, bleibt mir hier keine andere Wahl. Der Platz in der Reserveradmulde welche bei den 292 L mitgezählt wird ist im Grunde verschenkter Raum. Das der Kofferraum über zwei Taschenhaken und eine Beleuchtung verfügt ist Klassenstandart.

Vom Fahrersitz aus fällt der Blick nicht nur auf die Straße, auch der Tacho, die Schalter und die übrige Kunststofflandschaft nimmt man war. Das alles schwarz oder schwarz ist kann auch die ein oder andere Chromleiste nicht aufbrechen. Das Farbprogramm was Ford für den Innenraum anbietet ist zwar eine schönes Angebot, aber viel zu teuer dafür das nur einzelne kleine Kunststoffelemente farbliche Akzente ins Innere bringen.
Die bei mir hellen A-Säulen spiegeln sich in der Windschutzscheibe und die Dreiecksfenster darunter, welche aufgrund vom flachen Scheibenwinkel notwendig wurden, sind je nach Blickwinkel kaum wahrnehmbar. Man könnte auch meinen das dieser eher ein Designelement des Äußeren sind, als eine nutzbare Scheibe für die Passagiere.
Trotz des deutlich wahrnehmbaren Rotstiftes welcher im Fahrzeug Innenraum angesetzt wurde, kann man sagen ist das man hier alles findet und auch die verwendeten Materialien passen.
Sicherlich währe hier mehr Möglich, aber als Basis ist alles brauchbar. Das höher ausgestattete Fahrzeuge sich von den günstigeren Einstiegsmodellen hier kaum Unterscheiden könnte man aber als Manko aufführen.

Schalter, Taster und das Radio sind gut ausgeführt und logisch zu bedienen.
Nach einigen Funktionen und Einstellungen muss man zwar Suchen, aber einmal gefunden kommt man mit dem System gut zurecht. Die Wischersteuerung möchte ich an dieser Stelle besonders aufführen, da ich hier erstmals entdeckt habe das man das Nachwischen abschalten kann.

Den Innenraum kann man mit ein paar Sätzen nicht komplett abarbeiten. Beim Blick ins Prospekt fällt auf wie viele verschiedene Stoffe es für die Sitze gibt und das diese auch Unterschiede in der Form haben. Hier kann ich keine umfassende Bewertung abgeben.
Das die Standartbasissitze nicht die sportlichsten sind versteht sich von selbst, das aber alle sitze über aktive Kopfstützen verfügen ist heute bei längst nicht allen Kleinwagen Standart.
Speziell die Sicherheit vom Kleinen Ford muss hervor gehoben werden.

Zeit um zu einem Fazit zu kommen.
Nach den nun fast 2000 km und 14 Tagen habe ich bei dem Auto schon allerlei schönes, aber auch weniger schönes entdeckt. Zu den unnötigen und negativen Dingen zählen vor allem Software Lösungen welche keine Mehrwert bieten. Zu den wirklich tollen Eigenschaften vom Fiesta 2018 zählt aber die Tatsache das er so wie er in der nackten Basis schon zu haben ist ein vollwertiges und gut nutzbares Auto darstellt. Als Familien Fahrzeug ist er vielleicht ein wenig zu knapp bemessen aber für Singles und Pärchen ist er genau das richtige Auto – in jeder Hinsicht.
Für jeden der vor der Entscheidung steht einen Kleinwagen zu kaufen, empfehle ich eine Probefahrt, ein genaueren Blick ins Prospekt und den Gebrauchtwagenmarkt im Auto zu halten, denn dieser Kleine wird so schnell nicht alt aussehen.

_________________



Fiesta Mk8 (1).JPG
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Fiesta Mk8, 5-Türig in Blazer Blau mit 15" Alufelgen.
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Fiesta Mk8 (1).JPG



Fiesta Mk8 (2).JPG
 Beschreibung:
Der tiefe Kofferraum hinter der kleinen Klappe
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BeitragVerfasst am: 17.12.2018 12:24    Titel: Re: 2000 km und 14 Tage mit dem Fiesta Mk8 Antworten mit Zitat

Doc² @ 16.12.2018 18:13 hat folgendes geschrieben:
und nach ein paar Sekunden muss wieder ein Lenkimpuls vom Fahrer kommen, sonst schaltet das System ab und man kommt von der Fahrbahn ab.

Schon mal ausprobiert? Normalerweise behauptet das das Fahrzeug zwar, bleibt aber an und bremst ab.

Doc² @ 16.12.2018 18:13 hat folgendes geschrieben:
Bei der Lenkung wurde aber eine mir bislang unbekannte Technik angewandt. Und zwar scheinen die Lenkeinschlagsbegrenzer als Elastomer ausgeführt zu sein.

Der 8er hat einen elektrischen Lenkservo. Den kann man vor den Anschlägen so dämpfen (oder sogar gegensteuern), dass du denkst, du hättest einen Gummi-Anschlag.

Doc² @ 16.12.2018 18:13 hat folgendes geschrieben:
Also im Gang, oder aber im Leerlauf

Ohne Start-Stopp sollte der 6. Gang (bzw. was Entsprechendes) das Sinnvollste sein. Sonst braucht der Motor im Leerlauf weiter Sprit.

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BeitragVerfasst am: 17.12.2018 17:17    Titel: Spurhalter und Verbrauch Mk8 Antworten mit Zitat

Per, der Spurhalter in dem von mir getesteten Fiesta Mk8 ist noch nicht so weit entwickelt das er eine "Autopilot"-Funktion sicher stellen kann.
Nach der Warnung und dem Abschalten ist die Funktion tatsächlich deaktiviert.
Ob weitere Maßnahmen eingeleitet werden ist mir noch nicht bekannt, aber das man früher oder später von der Straße abkommt ist sicher, denn das System korrigiert nur einmal und dann nicht mehr.

Das Rollen im Gang, sprich in der Funktion der Schubabschaltung, ist nur bis 1000 U/min verbrauchsfrei. Ab dann wird die Schubabschaltung deaktiviert und das Fahrzeug verbraucht wieder Kraftstoff. Über diese Funktion verfügen fast alle Einspritzmotoren und es wird von Ford schon Modelübergreifend seit den 80er verwendet. Selbst ein 1,1 / 1,3er HCS im Mk3 (GFJ) verfügt über diese Technik. Bei Benzinern verlässt man den Drehzahlbereich der Schubabschaltung schon bei einer höheren Drehzahl.

Da man aber beim Rollen im Gang den Motor als Bremse verwendet, Siehe Motorbremse, rollt man hier nicht so weit wie im Leerlauf, also ohne mechanische Kopplung der Räder zum Motor.
Insofern kann man hier deutlich weiter rollen.
Meine Erfahrungen bei den Benzinern war so das ich durch rollen lassen, ohne Gang, deutlich mehr Kraftstoff einsparen konnte, als durch die Schubabschaltung.

Ähnlich dieser Versuchsfahrt:



Insgesamt muss ich aber zugeben das die Verbrauchswerte unter 4,0 L/100 km nur durch extrem sparsame Fahrweise zu erreichen sind. Mein Verbrauch wird sich in Zukunft vermutlich eher um 4,0 L bewegen. Dies ist leicht unter dem Durchschnitt welchen die User der Website Spritmonitor erreichen.

Das bedeutet bei den derzeitigen Kraftstoffpreisen, von rund 1,23 EUR pro Liter Diesel und 1,32 EUR pro Liter Benzin, das ich trotzdem spare. Auf 1000 km etwa 40 Euro.

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BeitragVerfasst am: 19.12.2018 07:41    Titel: Antworten mit Zitat

Die Spurhaltung im Smax (kann man einstellen ob er warnt oder auch was macht) gefällt mir gar nicht. Auf Landstraßen versucht der oft zu lenken wo es gar nicht nötig ist was einen mehr verunsichert als es nützt und auf der Autobahn regelt er zu viel und schaukelt sich so auf bzw. fährt dann selbst gegen die Leitplanke, daher steht das Teil auf der niedrigsten kaum merkbaren Warnstufe.

Bei Spritverbräuchen halte ich mich mal zurück.
Hat der Fiesta eigentlich auch Adblue?

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BeitragVerfasst am: 07.08.2019 22:10    Titel: Fahrzeugbewertung Pers Sierra Mk2 Antworten mit Zitat

Bereits 2016 gab es hier unter dem Thema eine Fahrzeugvorstellung welche auf einer Art Fragebogen basiert hat. Der Fiesta Mk1 von nierenspender der dabei beschrieben worden ist kam dabei so gut weg, das nun wieder „so eine“ Fahrzeugvorstellung mit Bewertung hier folgt.
Dabei soll es um den, besser die, Ford Sierra, und Erfahrungen im täglichen Leben von Per, unserem Forumsmoderator, gehen. Warum er diesen Beitrag nicht selbst schreibt lassen wir an dieser Stelle genauso offen, wie den Anspruch auf Vollständigkeit dieser rein Subjektiven Fahrzeugvorstellung.

Wenn ich an Per denke, denke ich automatisch an Sierras. Und wenn ich an Sierras denke sind dies für mich eher weniger die spießigen Familien Limousinen der 80er, sondern dann doch mehr Spaßfahrzeuge, welche vernünftig motorisiert, vielleicht auch mit einem Turbolader, selbst noch so manches moderne Auto stehen lassen, zumindest in meiner Fantasiewelt.
Wenn man aber genau hinschaut dann sind die sensationellen 7 Sekunden von damals, bis zur 100er Marke, oder aber die 204 beziehungsweise 220 Cosworth PS, heute nicht mehr die Welt.
Aber um das leistungsstarke obere Ende der Sierra-Skala soll es in diesem Beitrag nicht ganz so sehr gehen. Eher um denn 1,8 l Sierra welcher im Moment noch (Stand 08.19) in der Garagen von Per steht.

Fahrzeug Daten:
Ford Sierra, Baujahr 1992, im Besitz seit 7 Jahren, etwa 160.000 km Gesamtlaufleistung
Motor: 1,8 l CFI, 64 kW (88 PS / 113 Nm) bei 5400 U/min, 137 Nm bei 3500 U/min
Gewicht rund 1050 kg, Getriebe 5 Gang Handschaltung, Fahrleistung 3000 km / Jahr
Farbe: Bordeaux Metallic (Weinrot) original Ford Farbe

Wenn man so wie ich nur begrenzt Erfahrung mit Sierras hat, also weder beim Fahren noch im täglichen Umgang, aber dem Mythos der Heckangetriebenen Cossies nachhängt, fragt man natürlich als erstes: „Wie fährt sich der Motor?“, so schlecht kann es ja nicht sein, schließlich sind die Leistungsdaten nicht so jämmerlich. Die Sierras gab es auch mit 1,6er welch nur rund 75 PS hatten, beziehungsweise auch einen Saugdiesel, mit schwachen 67 PS welche sich ungefähr 20 Sekunden mühte um auf 100 km/h zu beschleunigen.
Aber mit der Antwort, Zitat: „Scheiße“, hätte ich auch nicht gerechnet. Per hätte lieber den 1.8 l 16V unter seiner Motorhaube. Nur waren „normale“ 16V Motoren für den Sierra nie verfügbar, das hat man bei Ford verschlafen. Nur die Cossis hatten 16 Ventile, sowie der 5 l V8 welche als XR8 in Südamerika verkauft wurde. Trotzdem fällt das Urteil über die Fahrbarkeit von seinem Auto positiv aus, da sein 1,8er ABS hat, welches es nur in Kombination mit einer Sperre gab.
Die Differentialsperre kann aber auch mangelnde Leistung nicht ausgleichen, drum bleibt das wirklich dynamische Fahren trotzdem auf der Spur.

Drum stellt sich die Frage: „was tun mit so einem Auto? Zum rasen ist er nicht gebaut, das wussten wahrscheinlich auch die Ingeneure bei Ford. Zwar schafft 1,8er den Hunderterspurt in ungefähr 13 Sekunden, erreicht dabei sogar Geschwindigkeiten bis 180 km/h, aber für zügige Autobahnetappen ist das heute nichts mehr. Für den Stadtverkehr reicht das aber alle mal.
Wenn es trotzdem auf große Tour geht, weis die Limousine souverän zu überzeugen.
Nicht nur dank der vielfach verstellbaren Recaros, welcher der Sierra von Per schon ab Werk hatte, auch wegen dem Raum welchen man nicht nur auf der 1. Sitzreihe genießen kann, macht das entspannte Rollen umso mehr Spaß. Das ganze hat dann sogar zum Ergebnis das man entspannter aussteigt als man einige Hundert Kilometer zuvor eingestiegen ist. Das heutzutage ein 5-Sitzer auch als 5-Sitzer nutzbar ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Beim Sierra aber schon. Dabei ist der Kofferraum auch noch groß genug um das anfallende Reisegepäck zu schlucken.
Wenn man die Rücksitzbank umlegt, bekommt man sogar Gegenstände bis 2 m im Fahrzeug unter.

Die Geschichte vom Sierra beginnt aber schon ein wenig eher. Lang bevor Pers Exemplar im belgischen Genk vom Band lief, wurde das Fahrzeug weltweit bei verschiedenen Automessen vorgestellt. Da war er also der Nachfolger vom Taunus. Und sein revolutionäres Design verzückte damals in den frühen 80er auch einen, zugegeben noch deutliche jüngeren, Per. Die Aerodynamische Karosserie, die moderne Form all dies beeindruckte nicht nur diesen einen besonderen Gast der Leipziger Automesse. Mit einem überzeugendem Ergebnis, insgesamt wurden über 2,7 Millionen Sierra produziert.

Wie hätte DER Sierra für Per aussehen sollen. Was hat er sich damals, aber auch noch heute gewünscht. Für den Sierra hatte Ford, obwohl er nicht das größte Fahrzeug im Angebot war, eine reichhaltige Ausstattung Angebot. Es muss für Per eine Limousine sein. 4 Türen und ein Kofferdeckel machen ihn nicht nur zu einem praktischem Fahrzeug, auch, so sieht es Per, zu einem der hübschesten Fahrzeuge auf dem Fahrzeugmarkt, damals wie heute. Zwar hätte ein Kombi einen noch größeren Nutzwert, aber wer sagt das man nur einen Sierra haben kann?
Nebelleuchte, Tempomat, Klimaanlage, Funkfernbedienung, 4-fach elektrische Fensterheber und eine Volllederausstattung würden sein Sierra auszeichnen – wenn man mal Träumen darf.
Angetrieben währe das ganze dann von einem 2,0 l mit 115 bis 120 PS.

Der 1,8er, der es dann wurde, kann hier leider nicht ganz mithalten. Zwar hat er auch die Klimaanlage, aber diese schluckt so viel Leistung das das ohne hin träge Auto noch langsamer wird. Außerdem könnte diese auch noch ein klein wenig Leistungsstärker ausfallen. Unabhängig von der Motorisierung haben aber alle Sierras die gute Rundumsicht, dank der dünnen Säulen, das Fahrerorientierte Innenraumdesign und die brillante Bremse mit ABS. Auch wenn die Tasten in der Mittelkonsole etwas besser hätten angeordnet werden können. Die Lüftung und Heizung funktioniert wirklich gut, und lässt sich sogar recht einfach reparieren, dabei ist auch noch zu bemerken das es bei der Limousine eine beheizte Heckscheibe gab, sowie beheizte Außenspiegel.
Das „Sonnenfester“ im Dach, ist dabei auch groß genug. Einziger Wermutstropfen die hinteren Seitenscheiben lassen sich nicht vollständig versenken, haben dafür aber auch kein Dreiecksfenster.

Wer sich nun wundert, warum der Sierra Standart 2,0 l, der bessere Motor für Per währe, wo es doch eine so große Auswahl gab, auch an 6 Zylinder Aggregaten, der sollte nicht nur bedenken das mit wachsendem Hubraum auch der Durst nach Kraftstoff vom Fahrzeug steigt, auch sollte ein Motor eine gewisse Spritzigkeit mit sich bringen. Und zum Beispiel der 145 PS starke 2,9 l hatte diese nicht. Hubraum ist eben doch nicht immer alles. Den Verbrauch den Per mit seinem kleinen 1,8er erreicht, bewegt sich bei 8-9 l auf 100 km. Die bisher erreichen Spitzwerter lagen bei 7,5 und 14 l. Laut Spritmonitor bewegt man seinen Sierra mit meist mehr als 9 l, wobei hier die 2,0 l maßgebend sind.
Das beste Gesamtpakt angefangen beim Motor, weiter zum Fahrwerk und Optik sowie Serienausstattung bildet der XR4i, laut Per.
Diese sind aber mittlerweile so rar das man kaum mehr welche finden kann.
Zwar gibt es noch Sierras auf dem Markt, sogar Cossis, aber die Preise verraten meist sehr anschaulich mit was man es zu tun hat. Denn zum Teil bekommt man den Rost auch schon geschenkt, für gut erhaltene Exemplare muss man aber vierstellige Beträge bis 4000 €uro rechnen.
Für einen Cosworth sollte darf man mindestens 20.000 €uro ausgeben.

Hier ist Per um so zufriedener das er mit seinem 1,8er ein noch recht gut erhaltenes Exemplar hat. Der Rost hält sich in Grenzen, die Ersatzteileversorgung ist auch noch gut. Verschleißteile bekommt man meist ohne größere Probleme, Gebrauchtteile muss man zwar suchen, findet man aber auch noch. Die Wartungsfreundlichkeit ist dabei auch noch ein Thema was der Sierra für sich entscheidet. Nicht nur das man noch selbst an dem Fahrzeug arbeiten kann, auch halten die meisten Teile recht lange. Wenn man alle zwei Jahre, zur Hauptuntersuchung ein wenig mehr Aufmerksamkeit dem Fahrzeug spendiert reicht das aus.
Die Unfallschäden, kaum ein Auto wird alt ohne sie, ärgern Per zwar, aber sind kein Grund ein langes Gesicht zu machen. Das eine Tür ein wenig kalt verformt wurde und ein Unwetter ein paar unschöne Dellen im Heck hinterlassen hat, kann man noch hinnehmen – es ist ja auch kein Pokaljäger.

Das Sierras auch sportlich können, ohne gleich einen Turbo unter der Motorhaube haben zu müssen, ist dank Ford sogar ab Werk möglich. Das umfangreiche RS Zubehörprogramm bot gerade für den Sierra so viel verschiedene Anbauteile das man sich dezent, aber auch stark individualisiert von einem jedermann Fahrzeug absetzen konnte. In den 80ern, die Zeit der Sierras und dessen Konkurrenten wie BMW 323, Mercedes 190, Audi 80 Quattro und Opel Ascona war es schon fast üblich biedere Serienlimousinen zu beplanken und mit Spoilern und Anbauteilen brachial sportlich aufzuhübschen, siehe XR4i.
Schade das von all der Vielfalt heute nur noch ein paar Katalogseiten übrig sein. Denn die meisten Teile sind längst vergriffen und schon lange nicht mehr lieferbar.
Ausgeschlossen von all dem aufrüsten war aber alt zu oft der Antrieb. Aus den Motor wirklich mehr Leistung zu holen gelang nur den wenigsten. Das dies natürlich am einfachsten war mit den 2,0 l Cosworth Triebwerken liegt auf der Hand. Aber an so einen Umbau sich heute noch heran zu wagen ist bei aller zu erwartenden Leistung doch wieder sehr teuer geworden.

Wie geht es aber mit Pers Sierra, oder besser Sierras weiter?
Traumauto hin oder her, ab einem bestimmten Punkt macht es keinen Sinn ein Fahrzeug zu behalten. Bewegt muss es werden und das muss man sich auch leisten können.
Auch wenn die 1,8er Limo schon ab Werk ein super Auto war und immer noch ist,
so ist das aktuelle Alltagsgefährt im Hause von Per ein, Sierra Mk7 genannter, 2018er Mondeo Kombi, welcher meist das bevorzugte Fortbewegungsmittel der Wahl ist.
Dem alten Schätzchen muss man weiterhin zu gute halten das zwar das Fahrwerk eine vollkommen gelungen Konstruktion ist, laut Per, und das mit der Anhängelast von 1250 kg der Esterel Klappwohnwagen kein Problem darstellt, auch wenn die Kupplung doch ein wenig darunter leidet, trotzdem ist es vielleicht an der Zeit seine Kräfte zu Bündel und eher auf ein oder zwei Fahrzeuge zu setzen, als auf einen ganzen Fuhrpark.
Und das der über 30 Jahre jüngere Mondeo ein wenig besseren Fahrkomfort bietet, darf man sich im gehobenen Alter schon gönnen, genauso wie die Chauffeurin.

Wer noch nach Teilen sucht der darf sich jederzeit an Per wenden.
Das ein oder andere gesuchte Einzelteil liegt noch in seinem Regal.


Zwar nicht Pers, aber genau dieses Fahrzeug ist gemeint.


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